Es sieht derzeit nicht gut aus für Hertha BSC. Gemeint ist natürlich der Kampf um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Auch wenn am letzten Spieltag der VfB Stuttgart im eigenen Stadion bezwungen wurde, ist der letzte Platz in der Tabelle und ein deutlicher Abstand zum rettenden Ufer alles andere als optimistisch stimmend. Aber das sind nicht die einzigen Probleme.

Die Finanzen bereiten große Sorgen, es gibt Probleme mit der Lizenz und nun steht auch noch eine Mitgliederversammlung an.

Die sportliche Situation

Nach dem Trainerwechsel von Sandro Schwarz zu Pal Dardai hat Hertha BSC zweimal verloren, zuerst gegen Werder Bremen und dann gegen den FC Bayern München, wo man zumindest lange das erste Gegentor verhindern konnte. Durch den Sieg gegen den VfB Stuttgart gibt es noch eine minimale Chance.

Die Hertha spielt nun noch gegen den 1. FC Köln, sie empfängt den VfL Bochum und fährt anschließend zum VfL Wolfsburg. Bereits die Relegation, über die nach der letzten Saison die Klasse gehalten worden ist, wäre ein sehr großer Erfolg.

Die Finanzen und die Drohung der DFL

777Partners ist seit einigen Monaten der neue Hertha BSC Investor, nachdem es zwischen dem vorherigen und dem Verein in jeder Hinsicht geknallt hatte. Ohne diese Partnerschaft wäre der Club aus der Hauptstadt insolvent. Über 100 Millionen Euro wurden von 777 investiert, doch es muss nachgelegt werden, weil ansonsten die Lizenzierung für die kommende Saison in Gefahr ist. Das wurde vor wenigen Tagen durch einen Bericht der Süddeutschen Zeitung bekannt.

Die Lizenz für die Bundesliga ist in Gefahr

Es soll sich um den schlimmsten Fall handeln, den die Lizenz-Kommission der DFL jemals hatte. Darüber haben bereits diverse Medien berichtet. Die Lage ist hochkritisch. Große Finanzlöcher und eine vermeintlich mangelnde Liquidität in Verbindung mit der in Deutschland im Fußball vorgeschriebenen 50 + 1 Regel bedeuten starke Probleme.

Der geschlossene Vertrag mit der US-Firma 777 könnte zu einem Problem werden, wenn der Investor zwar für Liquidität sorgt, andererseits aber die sportlichen Entscheidungen nicht mehr beim Verein liegen. Tatsächlich ist bekannt, dass man in der Transferperiode im Winter auf Seiten von 777 andere Ideen hatte als der Sportdirektor.

Mitgliederversammlung am Sonntag: Es brodelt in Berlin

Nicht nur, weil die Personalkosten aus dem Ruder laufen und der nächste Transferüberschuss erzielt werden muss (was nicht für sportlich bessere Zeiten spricht), werden die Vereinsmitglieder bei der Mitgliederversammlung am Sonntag alles andere als zufrieden sein.

Der im vergangenen Jahr gewählte Präsident Kay Bernstein steht im Fokus, auch wenn er für die Fehler der Vergangenheit erfahrungsgemäß nichts kann. Man spricht in Berlin von einer exklusiven Gemengelage, weil der sportliche Absturz und die finanziell desaströse Situation den gesamten Verein gefährden. Würde die Lizenz aberkannt, wäre der direkte Abstieg für das große Hertha BSC in die Regionalliga sicher.

Von Klaus

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