Die Nachricht schlug ein wie eine Bombe: der FC Bayern München trennt sich von Trainer Julian Nagelsmann. Und dass, ohne dass der Coach vorab etwas ahnte. Es ist nicht das erste Mal, dass die Bayern so agieren, vor allem in Anbetracht dessen, dass bereits ein Ersatz in den Startlöchern stand.

Dass die Verantwortlichen des FC Bayern München schnell und hart reagieren, wenn es in der Saison nicht läuft wie erwartet, überrascht die eingeschworenen Fußballkenner kaum.

Die Gründe für den Rauswurf von Nagelsmann

Man hatte von einem Aufbruch in eine neue Ära gesprochen, als man den jungen und talentierten Trainer im Sommer 2021 für mehr als 20 Millionen Euro Ablöse vom RB Leipzig verpflichtete. Letztes Jahr wurde man „nur“ Meister, nun lief die aktuelle Saison nicht nach Maß, was beim Rekordmeister das Vertrauen in Nagelsmann schmelzen ließ. Hinzu kam der Druck, dass der jetzige Nachfolger Thomas Tuchel anscheinend nicht lange auf seine Chance hätte warten können.

Thomas Tuchel übernimmt den FC Bayern

Schon lange hatte man beim FC Bayern mit Trainer Thomas Tuchel geliebäugelt, nachdem er 2019 bereits Kandidat war. Allerdings verschlug es Tuchel dann zu Paris Saint Germain, da es nicht zeitnah zu einer endgültigen Entscheidung seitens des FC Bayern kam. Besser gesagt nahm sich der damalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß zu viel Zeit, wollte zuerst das entsprechende Feedback vom seinerzeit tätigen Bayern-Trainer Jupp Heynckes abwarten. Aus Angst, dass es erneut zum verpassten Zusammenschluss kommen könnte, wurden nun alle Hebel umgehend in Bewegung gesetzt.

Die Bayern kennen bei Misserfolg keine Gnade

Wer sich mit Fußball befasst und intensiv mit dem Rekordmeister FC Bayern München, wird schnell erkennen, dass hier der Trainerplatz schnell mal zum Schleudersitz werden kann. Ob der Druck vom Vorstand kommt oder aus dem eigenen Team spielt dabei keine Rolle.

Gibt es Unstimmigkeiten, dauert es in der Regel nicht lange, bis die Leistung einknickt oder aber ein Wechsel aus den oberen Reihen über verschiedene Wege eingeleitet wird. Es kommt dabei nicht darauf an, wie gut oder wie teuer ein Trainer ist, sondern viel mehr darauf, dass der Coach rundum hineinpasst in die Bayernfamilie. Das ist schon vielen Top  Trainern nicht gut gelungen, wie nun Julian Nagelsmann.

Geld spielt offenbar nur eine Nebenrolle

Der FC Bayern München hat schon oft bewiesen, dass Geld bei wichtigen Entscheidungen eher eine untergeordnete Rolle spielt. Wenn ein Trainerwechsel gewünscht ist, gibt es ihn auch, ganz gleich was für Kosten anfallen. Im Fall des Rausschmiss von Julian Nagelsmann und der neuen Besetzung durch Thomas Tuchel geht es um viele Millionen Euro. Noch ist unklar, ob es sich am Ende rechnet, denn Nagelsmann ist offiziell noch bis 2026 vertraglich an den FC Bayern gebunden und Nachfolger Tuchel muss Titel liefern.

Tuchel-Einstand ausgerechnet gegen den BVB

Viel Zeit bleibt Thomas Tuchel nicht, sich in das Mannschaftsleben des FC Bayern einzuleben, immerhin steht am kommenden Samstag bereits das wohl wichtigste Spiel der Bundesligasaison an. Der Gegner ist kein geringerer als der aktuelle Tabellenführer (und Tuchel-Ex-Klub) Borussia Dortmund und das Ergebnis dieser Partie wird richtungsweisend für den Meisterkampf 2023 sein.

Von Klaus

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