In Tschechien überschlagen sich derzeit die Fußball-Schlagzeilen, die einen ehemaligen Nationalspieler betreffen, der auch in Deutschland kein Unbekannter ist – Adam Hlousek. Der Defensivspieler ist seit Wochen abgetaucht. Hlousek hat eine gewaltige Summe an Schulden angehäuft und musste mittlerweile das Insolvenzverfahren beantragen. Wo sich der Fußball-Profi aufhält, der eigentlich beim FC Trinity Zlin in der höchsten tschechischen Liga unter Vertrag steht, wissen derzeit nur wenige Leute.

Hlousek wurde auf dem Parkplatz des Vereins von mehreren Gläubigern, respektive von Geldeintreibern, gesucht.

Coach äußerst sich vom Verbleib

Pavel Vrba, Coach vom FC Trinity Zlin, wurde nach dem letzten Match zum Verbleib von Adam Hlousek befragt, nach sein Verschwinden in den Medien bereits die Runde gemacht hat. Vrba es gelassen und erklärte nur, dass er den Spieler zum Trainingsauftakt kurz gesehen habe. Hlousek sei aber verletzt. Ob er derzeit in einer Klinik sei oder am Strand in Brasilien liegt, könne er nicht genau sagen.

Hlousek hat sich immense Summen Geld geliehen

Bekannt ist mittlerweile, dass Adam Hlousek in den zurückliegenden Jahren Schulden ca. 21 Millionen Kronen (ca. 900.000 Euro) angehäuft hat. Der Fußball-Profi steht in Tschechien aber nicht nur bei Banken, privaten Kreditgebern und Versicherungen in der Kreide, sondern hat auch ehemalige Mitspieler „abgezockt“.

Den Stein ins Rollen brachte der aktuelle tschechische Nationalspieler Ondřej Čelůstek, dem Hlousek rund 325.000 Euro schuldet. An der zweiten Stelle der Gläubiger steht der finnische Profi Kasper Hämäläinen, von dem sich der Tscheche während seiner Zeit bei Legia Warschau 224.000 Euro geliehen hat.

In der Liste der Spieler folgen dann weitere bekannte Namen, wie zum Beispiel Tomas Pekhart (ehemals 1. FC Nürnberg und FC Ingolstadt 04).

Insolvenzverfahren vom Gericht bestätigt

Das Bezirksgericht in Hradec Kralove hat mittlerweile bekanntgegeben, dass man das Insolvenzverfahren gegen Adam Hlousek eröffnen werde. Die Antrag, der von Anwälten des Fußballers gestellt wurde, ist angenommen.

Das Gericht haben die Überschuldung des Fußball Profis festgestellt und einen Insolvenzverwalter benannt, der sich a) auf die Suche von Vermögenswerten begeben soll und b) im Anschluss einen Insolvenz-Zahlungsplan zu erstellen hat. Da die Richter in Hradec Kralove davon ausgehen, dass Hlousek noch weitere, bisher unbekannte Gläubiger hat, wurde eine Frist bis Anfang Mai gesetzt. Bis dahin können die Forderungen geltend gemacht werden.

Nach tschechischen Recht bedeutet das Insolvenzverfahren, dass der Spieler einen Schuldenerlass bekommt. Gelingt es ihm innerhalb von fünf Jahren 30 Prozent der Summe zurückzuzahlen, wäre die Restschuld erlassen. Gleiches gilt, wenn er innerhalb von drei Jahren 60 Prozent seiner Schulden begleicht.

Die Karriere von Adam Hlousek

Seine ersten Profi-Schritte hat Adam Hlousek beim FK Jablonec und beim SK Slavia Prag gemacht. 2011 wurde der Tscheche vom 1. FC Kaiserlautern gekauft und wieder zurück nach Tschechien verliehen. Seinen Durchbruch schaffte Hlousek zwischen 2012 und 2014 in der Bundesliga beim 1. FC Nürnberg.

Für die Franken stand er 39 Mal auf dem Rasen und erzielte dabei drei Tore. Im Anschluss wechselte Hlousek zum VfB Stuttgart. Bei den Schwaben bestritt er in zwei Jahren 29 Begegnungen, ehe er nach Polen zu Legia Warschau wechselt. 2019 ging es für den Tschechen dann zum FC Viktoria Pilsen.

Die tschechische verlieht den Spieler dann nochmals kurzfristig nach Kaiserslautern. In der Saison 20/21 bestritt der Tscheche für die Roten Teufel 26 Spiele. Über den Umweg Termalica Nieciecza (Polen) kam Adam Hlousek nach Zlin. Und nun ist er weg.

Von Klaus

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