Es war lange Zeit ruhig geworden um Jürgen Klinsmann. Nun ist Schwabe aus der Versenkung wieder auferstanden. Der ehemalige Bundestrainer hat einen neuen Job. Klinsmann ist ab sofort für die südkoreanische Nationalmannschaft verantwortlich und hat wie immer große Pläne.

Die erste große Herausforderung für Jürgen Klinsmann an der Seitenlinie der Südkoreaner wird der Asien Cup 2023 sein. Das Endrunden-Turnier sollte eigentlich im Juni und im Juli 2023 in Katar stattfinden, wird aber aller Voraussicht auf den Januar 2024 verschoben.

Aktuell geht’s im asiatischen Fußballverband hierzu etwas chaotisch zu. Obwohl wir bereits Mitten im Jahr stehen, gibt’s keine genaue Festlegung, geschweige denn eine Auslosung.

Klinsmann gewinnt Zeit

Jürgen Klinsmann dürfte über die Verschiebung nicht wirklich traurig sein. Der Coach hat somit genügend Zeit, die Spieler kennenzulernen und seine Vorstellungen zu vermitteln. Erstmals wird der Deutsche an der Seitenlinie der Südkoreaner am 24. März stehen.

Das Team bestreitet dann ein Testspiel gegen Kolumbien. Weitere Länderspiele 2023 sind bisher noch nicht terminiert.

Aufgabe Nummer 1 – die WM 2026

Der Asien Cup, egal wann er denn gespielt wird, soll für Klinsmann aber nur eine Zwischenstation sein. Die Aufgabe Nummer 1 für den ehemaligen, deutschen Nationalstürmer ist die WM 2026, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen wird.

Da Klinsi bekanntlich in Kalifornien wohnt, kann er mit seinen Südkoreanern dann im wahrsten Sinne des Wortes nach Hause gekommen. Die Endrunden-Teilnahme ist für Südkorea eine Pflichtveranstaltung. Fakt ist aber auch, dass die Qualifikation, die in Asien wie immer drei Phasen hat, eine stressige und langwierige Angelegenheit sein kann.

Ergebnisse müssen auch bei der WM stimmen

Aus dem südkoreanischen Verband war zu hören, dass Jürgen Klinsmann seinen Wohnsitz vorübergehend ins Land verlegen wird. Halbe Sachen gibt’s also nicht. Zudem wollen die Verantwortlichen auch bei der WM 2026 entsprechende Ergebnisse sehen. Klinsmanns Vorgänger – der Portugiese Bento – hat die Messlatte bereits hochangelegt.

In Katar hat Südkorea in der Vorrundenstaffel den zweiten Platz belegt, hinter Portugal aber vor Uruguay und Ghana. Das Achtelfinale-Aus – beim 1:4 gegen Brasilien – war für die Südkoreaner und vor allem für Bento dann aber zu heftig. Klinsi soll Südkorea nun in andere Sphären führen. Immerhin war die Asiaten bei der Heim-WM 2002 bereits auf dem vierten Platz gelandet.

Als Nationaltrainer bestens geeignet

Als Nationaltrainer hat Jürgen Klinsmann seine Klasse in den zurückliegenden Jahren bereits unter Beweis gestellt. Südkorea ist die dritte Stadion des Schwaben an der Seitenlinie einer Nationalmannschaft. Für Deutschland war der Blondschopf zwischen 2004 und 2006 verantwortlich, mit der Krönung bei der Heim-WM.

Klinsmann hat sich damals vor allem den Ruf des Motivators erarbeitet. Zwischen 2011 und 2016 war der Ex-Stürmer dann für die US-Boys verantwortlich und konnte auch dort den einen oder anderen Erfolg verbuchen. Klinsmann hat in den Jahren wesentlich zur Soccer Popularität in den USA beigetragen.

Wir glauben, dass Jürgen Klinsmann als südkoreanischer Nationaltrainer seinen idealen Job gefunden hat. Fähigkeiten als Vereinscoach hat der ehemalige Bundestrainer nicht wirklich, wie seine Zeiten beim FC Bayern und vor allem bei Hertha BSC gezeigt haben.

Vielleicht haben die Südkoreaner aber sogar eine besondere Klausel in den Vertrag eingebaut und dem Deutschen Facebook-Verbot erteilt. Wenn ja, steht dem Erfolg nichts im Wege.

Von Klaus

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