Wenn am 19. Juli 2026 das nächste Finale einer Fußballweltmeisterschaft stattfindet, handelt es sich um das 104. Spiel dieses Turniers. Der Weg zum WM Pokal wird sozusagen länger. Das hat die FIFA bei ihrer kürzlich abgehaltenen Konferenz in Kigali beschlossen. Dass alles größer und laut Meinung von FIFA Präsident Giovanni Infantino besser wird, stand bereits seit langem fest. Aber über den Modus der nächsten WM 2026 musste dennoch länger beratschlagt werden.

Es ist keine große Neuigkeit mehr, dass die nächste Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada mit 48 teilnehmenden Nationen abgehalten wird.

WM erstmals mit 48 Mannschaften

FIFA Präsident Giovanni Infantino möchte, dass mehr Teams aus Afrika, Asien und aus dem amerikanischen Raum beim wichtigsten Turnier dabei sind. Über den Modus selbst war man sich aber lange nicht einig. Immerhin bedeutet der Fakt, dass es sich um 16 Nationen mehr handelt, dass auch viele Spiele mehr stattfinden. Konkret sind es jetzt 40. Das Turnier wird dadurch voraussichtlich rund zehn Tage länger dauern, das steht allerdings noch nicht ganz genau fest.

Der neue Modus für die WM 2026

Die so genannte Mega WM wird innerhalb von 40 Tagen veranstaltet. Alles beginnt mit zwölf Gruppen und je vier Nationen. In der Vorrunde werden also 72 Spiele abgehalten. Die Ersten und die Zweiten der Gruppen kommen in die K.O. Runde, das hat sich nicht geändert.

Aber auch die acht besten Gruppendritten werden sich qualifizieren. Weiter geht es nicht etwa mit einem Achtelfinale, sondern mit einer Runde der besten 32 Teams. Mit anderen Worten scheiden nur 16 aus. Danach ist der Weg zum Finale wie gewohnt, nur dass der zukünftige Weltmeister nicht wie Argentinien im vergangenen Dezember sieben Spiele bestreiten muss, sondern acht.

Warum dieser Modus gewählt wurde

Lange wurde bei der FIFA darüber nachgedacht, ob nicht in 16 Gruppen zu je drei Nationen in der Vorrunde gespielt werden soll, das wären 16 Spiele mehr gewesen. Allerdings bestand eine gewisse Gefahr auf Absprachen. Der Nachteil des beschlossenen Modus ist, dass man durchaus rechnen muss, welche der Nationen in einer separaten Tabelle der Dritten so liegt, dass sie sich qualifiziert.

Es geht letztlich nur ums Geld

Mehr Nationen, mehr Spiele, das bedeutet, dass die FIFA ihr Turnier noch besser und für mehr Geld vermarkten kann. Geld ist der einzige Grund für diese Entwicklung, die nicht mehr umzukehren ist. Dass es nicht gerade wenige Menschen gibt, die sie nicht gutheißen, wird nicht überraschen. Für die kleineren Länder wird dagegen die Teilnahme an der WM realistischer und deshalb ist es verständlich, dass man diese Entwicklung beispielsweise in Afrika und in Asien befürwortet.

Der deutsche Fußballbund DFB liegt seit langem schon nicht mehr auf der Linie der FIFA. Es wird einiges kritisiert, die Aufklärung der WM allerdings nicht ganz so offensiv. Im Grunde kann man ja sogar sagen, dass die Chancen durch den neuen Modus durchaus gestiegen sind, dass die deutsche Nationalmannschaft vielleicht wieder die Vorrunde bei einem großen Turnier übersteht.

Von Klaus

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