Wenn Vereine ihre Saisonziele nicht erreichen, wechseln sie oft den Trainer. Im Profifußball ist so etwas Gang und Gebe und mal klappt es besser und mal überhaupt nicht. Ein aktuelles Beispiel für eine schlechte Entwicklung ist Arminia Bielefeld in der 2. Liga in Deutschland. Tabellenplatz 15 nach 24 Spieltagen ist für einen Absteiger aus der Bundesliga natürlich sehr schlecht. Zweimal wurde bereits der Coach gewechselt, auch der Sportdirektor ist nicht mehr in Amt und Würden.

Im deutschen Fußball ist es in den vergangenen Jahren durchaus das eine oder andere Mal vorgekommen, dass ein Verein den Durchmarsch geschafft hat.

Von der Bundesliga in die 3. Liga?

Das kann nach oben gelingen, also aus der 3. Liga in die Bundesliga, wobei die 2. Liga für eine Saison dann nur eine Zwischenstation ist. Ein Beispiel ist hier unter anderem der SC Paderborn 07. Es kann aber auch in die andere Richtung gehen. Hier könnte Arminia Bielefeld zum Negativbeispiel werden, übrigens nicht zum ersten Mal in der Historie.

Ziel war der Aufstieg

Natürlich wird ein Verein wie Arminia Bielefeld, der in der Bundesliga spielt, immer wissen, dass auch mal die Klasse nicht gehalten wird. Die Enttäuschung bei den Westfalen wird sich also in Grenzen gehalten haben, nachdem die letzte Saison in der höchsten deutschen Spielklasse abgeschlossen worden ist und man in die 2. Liga abrutschte.

Mit einem neuen Trainer und einigen neuen Spielern sollte die Rückkehr ins deutsche Oberhaus geschafft werden. Aber der zuvor in der Schweiz tätige Italiener Uli Forte startete direkt mit vier Niederlagen in Folge. Als Konsequenz wurde er entlassen und durch Daniel Scherning noch im August 2022 ersetzt.

Auch unter Scherning lief es nicht

23 Spieltage waren gespielt, als Daniel Scherning nach einem 3:3 bei Eintracht Braunschweig ebenfalls seinen Hut nehmen musste. Nicht nur, dass es in der Tabelle nicht aufwärts ging, man verspielte eine Führung mit drei Toren Vorsprung und steckte die 14. Niederlage in der Saison ein. Der Absturz auf Tabellenplatz 16, der am Ende der Spielzeit in die Relegation gegen den Dritten der 3. Liga führt, sorgte für Angst in Ostwestfalen. Für einen Absteiger aus der Bundesliga sind nach 23 Spieltagen sechs Siege und drei Unentschieden einfach zu wenig.

Der Sportdirektor wurde auch entlassen

Rund um die Entlassung des Trainers hat auch der Sportdirektor sein Amt bei der Arminia niedergelegt. Samir Arabi war seit Februar 2013 für den Verein tätig, übrigens schaffte man auch dank ihm den Aufstieg in die Bundesliga nach elf Jahren Pause in der Saison 2019/ 2020. Außerdem wurde im Jahr 2016 das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Ein Nachfolger für ihn steht noch aktuell nicht fest.

Uwe Koschinat ist der neue Trainer

Mit dem zuvor unter anderem beim 1. FC Saarbrücken tätigen Uwe Koschinat hat die Arminia einen Trainer verpflichtet, der nicht zwingend für den Aufstieg in die Bundesliga steht. Aber es geht in erster LInie darum, die Klasse zu erhalten. Ausgerechnet gegen den Tabellenführer SV Darmstadt 98 musste er das erste Spiel bestreiten.

Darmstadt ging bald in Führung, recht spät in der 72. Minute gelang der Ausgleich. Das wäre bereits ein Erfolg gewesen, aber durch zwei weitere Treffer in der Nachspielzeit gewann Arminia Bielefeld dieses Spiel sogar und rückte auf Platz 15 in der Tabelle vor.

Was bringt die Zukunft?

Man wäre bei Arminia Bielefeld sicherlich schon froh, wenn man nicht wieder zurück in die 3. Liga müsste.  Es wäre wie erwähnt nicht der erste Absturz dieses traditionsreichen Vereines. In der Saison 1993/ 1994 spielte man sogar in der Regionalliga. Auch eine Insolvenz und hohe Schulden bestimmten über einen längeren Zeitraum die Nachrichten. Im Jahr 2013 gelang die Rückkehr in die zweithöchste deutsche Spielklasse, doch man musste im Mai 2014 in die Relegation und verlor.  Dies bedeutete erneut den Abstieg. Danach folgte ein gutes Jahr im DFB-Pokal und es ging wieder aufwärts.

Von Klaus

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